Loch

Die in die Tiefe oder Ferne weisende Linie kreuzt den Horizont und bildet den Punkt, in dem geahnt wird, dass etwas fehlt. Das Loch ermöglicht den Blick durch ein Hindernis hindurch in vorher verborgene Weiten.

Ein Loch als Pause der Welt eröffnet fiktive Skulpturen.

Risse und Rillen, als noch nicht entzifferte Hieroglyphen, fördern eigene Bilder.

Der Urlaut der Imagination ist das Wort. Es entstehen synästhetische Erfahrungen, die unfreiwillige Erinnerungsräume öffnen. Und doch sind sie ein Loch für unendliche Missverständnisse.

Sprache als Zeichen ist Aufforderung zum imaginierenden Denken.

Im Labyrinth des WortBildes entwickeln sich Bilder, die als Ariadnefaden leiten oder verführen. Bilden sich Bilder durch Bilder oder bilden sich Bilder durch Worte? Die Verknüpfung von Wort und Bild als Imago, als Konzept auf der Suche nach dem, was jenseits beider Horizonte liegen mag, im Kreuzungspunkt des Lochs.